Historical Berlin

Auf dieser Tour lernen Sie den Teil Berlins kennen, welcher vor der Wende von den Ostberlinern als „Hauptstadt der DDR“ und von den Westberlinern salopp als Ostberlin betitelt wurde. Und eigentlich sind es auch zwei Städte, die den historischen Kern von Berlin bilden. Zum einen die Stadt Cölln, bereits 1237 urkundlich erwähnt und auf der Spreeinsel gelegen und die Stadt Berlin am nördlichen Ufer der Spree, erstmals 1244 urkundlich erwähnt. Nachdem beide Städte 1307 ein gemeinsames Rathaus bekamen, sprach man seitdem nur noch von Berlin.

Hier ein paar Highlights unserer Tour

Die Tour beginnt an der BigBike Vermietstation auf dem Parkplatz hinter dem Alexa Einkaufszentrum.

 

Weiter geht es vorbei am Alten Stadthaus am Molkenmarkt, das zwischen 1902 und 1911 von der damaligen Stadtregierung als Verwaltungsgebäude errichtet wurde. Der Ministerrat der DDR hatte hier nach dem 2. Weltkrieg seinen Sitz. Heute befindet sich in diesem Gebäude die Berliner Senatsinnenverwaltung.

 

Die älteste Kirche Berlins befindet sich im Nikolaiviertel. Vorgängerbauten der Nikolaikirche, deren Name auf den heiligen Nikolaus zurückgeht, entstanden um 1230. Hier traten der Rat von Cölln und Berlin 1539 geschlossen zum Luthertum über.

 

Am Rande des Nikolaiviertels steht das im Rokoko-Stil erbaute Ephraim Palais, eines der schönsten historischen Bürgerhäuser Berlins. Fertiggestellt wurde es 1765 für den Münzpächter von Friedrich dem Großen, der als Münzpächter, Hofjuwelier und Bankier ein großes Vermögen machte. Das Gebäude wurde 1936 wegen der Verbreiterung des Mühlendamms komplett abgetragen, überstand so unbeschadet den zweiten Weltkrieg und wurde zur Berliner 750 Jahrfeier 1987 etwa 12 Meter weiter nördlich originalgetreu wieder aufgebaut.

 

Wir überqueren die Spree an der Mühlendammbrücke, die an einem Fernhandelsweg im 12. Jahrhundert errichtet wurde. Die Brücke wurde gegen 1230 zu einem Damm verfüllt, dessen Wasserkraft dann Mühlen antrieb. Die jetzige Brücke entstand Ende der 60er Jahre.

 

In der Zentral und Landesbibliothek Berlin wurden 1995 die westliche Amerika-Gedenkbibliothek und die östliche Stadtbibliothek zusammengeführt.  

 

Vorbei geht es an der Baustelle für den Wiederaufbau des Berliner Schlosses. Ursprünglich stand hier eine Burg zur Kontrolle der Handelswege an der Spree. Der Bau eines Schlossen wurde 1443 durch Kurfürst Friedrich II begründet. Zum Ausbau zur Königs- und Kaiserresidenz kam es ab 1699. Das Berliner Schloss, im Weltkrieg ausgebrannt, wurde dann ab 1950 abgerissen und 1973 an dieser Stelle der Palast der Republik errichtet. Der widerrum wurde nach der Wende bis 2009 abgerissen und der Wiederaufbau des Berliner Stadtschlosses beschlossen.

 

Gegenüber vom Auswärtigen Amt befindet sich der 1928 von Hugo Lederer erschaffene Bärenbrunnen. Der Berliner Bär ist seit 1280 das Wappentier Berlins und geht möglicherweise auf den Eroberer und Begründer der Mark Brandenburg, Albrecht I „der Bär“ zurück.

 

Die Friedrichswerdersche Kirche am Werderschen Markt wurde bis 1831 als erste neugotische Kirche von Karl-Friedrich Schinkel erbaut und dient heute als Museum über das Wirken von Schinkel, der als Oberlandesbaudirektor und Architekt für das Königreich Preußen das Stadtbild von Berlin Mitte geprägt hat.  

 

Die Grundsteinlegung für die St. Hedwigs-Kathedrale erfolgte 1747 und ist die erste katholische Kirche in Berlin nach der Reformation. Namensgeberin ist die heilige Hedwig von Andechs, Patronin Schlesiens.

 

An die Französische Friedrichstadtkirche die bis 1705 für reformierte Glaubensflüchtlinge aus Frankreich, die Hugenotten errichtet wurde, und die gegenüberliegende Neue Kirche ließ der preußische König Friedrich II. 1785 zwei Türme anbauen, den Französischen Dom und den Deutschen Dom. Der Begriff dôme kommt aus dem französischen und bedeutet Kuppel. Eine geistige Funktion als Bischofskirche gibt es bei beiden Türmen nicht. Sie dienen ausschließlich der städtebaulichen Wirkung und Prachtentfaltung.

 

Der Gendarmenmarkt ist einer der schönsten Plätze Berlins. Bis 1770 befanden sich hier die Pferdeställe des Reiterregiments „Gens d’armes“.

 

Friedrich der Große befahl die Umgestaltung des Platzes und zunächst entstand hier ein Nationaltheater. Friedrich Wilhelm II beauftragte einen Neubau des Theaters, das jedoch 1817 vollständig ausbrannte. Der jetzige Bau ist eines der klassizistischen Hauptwerke des Architekten Schinkel und wurde 1821 als königliches Schauspielhaus eröffnet. Nach schweren Schäden im Weltkrieg erst 1984 als Konzerthaus Berlin wieder eröffnet.

 

Die Friedrichstraße ist die bekannteste Straße im historischen Zentrum von Berlin und wurde nach dem Kurfürsten Friedrich III von Brandenburg benannt, der 1688-1701 und von 1701-1713 als Friedrich I König in Preußen regierte. Diese Querstraße zu der Prachtstraße Unter den Linden wurde vom König mit den Worten umbenannt: „Was heißt hier Querstraße? Ein anständiger Name muss es sein – der meinige.“

 

Checkpoint Charlie war einer der bekanntesten Grenzübergange zwischen dem sowjetischen und amerikanischen Sektor. Er wurde 1961 nach dem Mauerbau als Grenzübergangsstelle für Militärpersonal und Diplomaten eingerichtet. Die Benennung erfolgt nach dem Buchstabieralphabet, wobei Checkpoint Alpha der Grenzübergang Helmstedt-Marienborn, Checkpoint Bravo der Grenzübergang Dreilinden-Drewitz waren. Im Oktober 1961 standen sich hier gefechtsbereite Panzer beider Besatzungsmächte gegenüber.

 

Auf dem heutigen Gelände der „Topographie des Terrors”, neben dem Martin-Gropius-Bau und unweit des Potsdamer Platzes, befanden sich von 1933 bis 1945 die wichtigsten Zentralen des nationalsozialistischen Terrors: das Geheime Staatspolizeiamt mit eigenem „Hausgefängnis”, die Reichsführung-SS und während des Zweiten Weltkriegs auch das Reichssicherheitshauptamt.

 

Martin Gropius, ein Großonkel von Walter Gropius, und Heino Schmieden errichteten das ziegelverkleidete, mit Mosaiken und Terrakottareliefs geschmückte Gebäude im Stil der Renaissance. Es zählt zur Schinkelschule. Der nach seinem Architekten benannte Martin Gropius Bau wurde 1881 als königliches Kunstgewerbemuseum eröffnet. Ende 1945 wurde das Haus schwer beschädigt. Erst 1965 wurde die Ruine nach einer Intervention von Walter Gropius unter Denkmalschutz gestellt. Nach mehrjährigem Wiederaufbau wurde das Haus 1981 mit einer großen Schinkel-Ausstellung eröffnet.

 

Sitz des Berliner Abgeordnetenhauses ist seit 1993 das Gebäude des ehemaligen Preußischen Landtages. Das Gebäude im italienischen Neorenaissance-Stil wurde 1899 eröffnet.

 

Der Potsdamer Platz lag ursprünglich vor der Stadtmauer am Potsdamer Tor und war ein  Verkehrsknoten mit einer fünfarmigen Straßenkreuzung der die alten Reichsstraßen verband. 1838 wurde der Potsdamer Fernbahnhof errichtet. Es entstanden Hotels und Künstlertreffpunkte. Dies war einer der verkehrsreichsten Platze Europas daher wurde ab 1924 hier die erste Verkehrsampel, drei Lichter horizontal, aufgestellt. Vom Mauerbau bis Mitte der 1970er wurden fast alle Gebäude abgerissen und einer der breitesten Todesstreifen entstand. 1990, kurz nach der Wende, führte Roger Waters hier eines der größten Konzerte der Rockgeschichte „The Wall“ auf. Der Kaisersaal, Während der 90er Jahre war der Potsdamer Platz einer der größten Baustellen Europas. Überrest des Hotels Esplanade, wurde hier um spektakulär um 75 Meter verschoben und in das Sony Center integriert. Der Platz in heutiger Form ist also erst ab Ende der 90er Jahre entstanden. Hier befinden sich das Filmmuseum und ein Hochhaus mit dem schnellsten Aufzug Europas.

 

Es geht vorbei am Denkmal für die ermordeten Juden Europas, kurz Holocaust-Mahnmal genannt, ist ein Mahnmal für die unter der Herrschaft der Nationalsozialisten im Holocaust ermordeten Juden. Der Entwurf stammt von Peter Eisenman. Das Mahnmal auf einer etwa 19.000 m² großen Fläche wurde am 2005 eingeweiht.

 

Wir erreichen eines der Wahrzeichen Berlins, das Brandenburger Tor. Der Vorgängerbau als Teil der Zollmauer wurde 1734 als Stadttor nach Brandenburg an der Havel erbaut. Auf Anweisung des preußischen Königs Friedrich Wilhelm II wurde bis 1791 die Zollmauer ausgebaut und dieses frühklassizistische 26 Meter hohe Bauwerk errichtet. Der Architekt Carl Gotthard Langhans orientierte sich am Stadttor von Athen. Die Quadriga auf dem Brandenburger Tor wurde 1793 von Gottfried Schadow gefertigt. Nach der verlorenen Schlacht bei Jena hat Napoleon 1806 die Quadriga als Beutekunst nach Paris gebracht. Nach dem alliierten Sieg über Napoleon wurde die Quadriga 1814 wieder nach Berlin zurückgebracht. Mit dem Bau der Mauer stand das Brandenburger Tor mitten im Sperrgebiet.

 

Das Reichstagsgebäude am Platz der Republik in Berlin ist seit 1999 Sitz des Deutschen Bundestages. Der Bau wurde im Stil der Neorenaissance bis 1894 errichtet. Er beherbergte sowohl den Reichstag des Deutschen Kaiserreiches als auch den Reichstag der Weimarer Republik. Durch den Reichstagsbrand von 1933 und durch Auswirkungen des Zweiten Weltkriegs schwer beschädigt, wurde das Gebäude in den 1960er Jahren in modernisierter Form wiederhergestellt und von 1991 bis 1999 noch einmal grundlegend umgestaltet.

 

Das Hotel Adlon Kempinski ist eines der luxuriösesten und bekanntesten Hotels in Deutschland. 1905 kaufte der Hotelier Lorenz Adlon zwei Grundstücke am Boulevard Unter den Linden und baute dort eines der vornehmsten Hotels. Das Hotel überstand den Weltkrieg, aber brannte nach Besetzung und Plünderung durch die Rotarmisten ab. Es wurde dann 1984 gesprengt. 1997 wurde der Neubau eröffnet.

 

Das Gebiet an der Wilhelmstraße gehörte bereits im 19. Jahrhundert dem vereinigten Königreich. Das neue Gebäude der Britischen Botschaft wurde 200 durch Königin Elisabeth II eröffnet.

 

Unter den Linden ist die zentrale Prachtstraße Berlins. Vorläufer im 16. Jahrhundert war ein Reitweg als Verbindung zwischen Berliner Stadtschloss und Tiergarten. Kurfürst Friedrich Wilhelm ließ neue Gärten und Alleen anzulegen. 1647 wurden die Linden gepflanzt. Im 19. Jahrhundert, nach dem Sieg über Napoleon, ließ Friedrich Wilhelm III. den östlichen Teil der Straße durch seinen Baumeister Karl Friedrich Schinkel zu einer Triumphstraße ausbauen.

 

Die Alte Bibliothek wurde für die Königliche Bibliothek Preußens erbaut. Das Haus wurde von 1775 bis 1780 im Stil des Barock erbaut. Aufgrund ihrer geschwungenen Form wird die Alte Bibliothek seither im Berliner Volksmund als „Kommode“ bezeichnet. Im Herbst 1895 zählte auch Lenin zu den Nutzern der Bibliothek; zur Erinnerung daran hatte die DDR den entsprechenden Raum Lenin-Lesesaal genannt.

 

Die Deutsche Staatsoper ist das bedeutendste Opernhaus von Berlin. Das Gebäude war Teil des Forum Fridericianum und wurde zu Beginn der Regierungszeit Friedrichs II als Königliche Hofoper von 1741 bis 1743 errichtet.

 

Unter dem preußischen König Friedrich Wilhelm III. wurde die Neue Wache zwischen 1816 und 1818 als Wachhaus für die Wache des Königs und Gedenkstätte für die Gefallenen der Napoleonischen Kriege errichtet. Der erste Wachaufzug mit klingendem Spiel vor der Neuen Wache erfolgte 1818 anlässlich des Besuchs von Zar Alexander von Russland. Die Neue Wache diente bis zum Jahr 1918, dem Ende der Monarchie, als „Haupt- und Königswache“. Seit dem Volkstrauertag 1993 dient die Neue Wache als Zentrale Gedenkstätte der Bundesrepublik Deutschland für die Opfer von Krieg und Gewaltherrschaft.

 

Das spätklassizistische Kronprinzenpalais wurde 1663 erbaut. 1732 wurde es für den Kronprinzen und späteren König Friedrich II umgebaut, dem es bis zu seiner Thronbesteigung im Jahr 1740 als Stadtpalais diente. 1919–1939 war es als Neue Abteilung der Nationalgalerie Berlin das weltweit erste Museum für zeitgenössische Kunst. Im Zweiten Weltkrieg komplett zerstört, wurde es 1968 wieder aufgebaut und diente als Gästehaus der Stadt Berlin. Heute finden im Kronprinzenpalais Ausstellungen und kulturelle Veranstaltungen statt.

 

Das Zeughaus ist das älteste erhaltene Gebäude am Boulevard Unter den Linden in Berlin und datiert aus der Epoche des Barock. Es wurde als Waffenarsenal (Zeughaus) erbaut. Heute beherbergt es das Deutsche Historische Museum. 1695 ließ Kurfürst Friedrich III. den Grundstein legen. Seine militärischen Erfolge und schließlich die Krönung zum König in Preußen (1701) beförderten die Absicht, Berlin als Residenzstadt mit repräsentativen Gebäuden zu schmücken. Das Gebäude wurde 1730 fertiggestellt.

 

Am Berliner Schlossplatz sehen Sie die Humbold Box. Seine Ausstellungen informieren über die Geschichte des Berliner Schlosses und das Humboldt-Forum. Von den Panoramaterrassen sind Überblicke über die Schlossbaustelle und die weitere Umgebung möglich.

 

Der nördliche Teil der aus einer Sandbank entstandenen Spreeinsel war ursprünglich ein relativ sumpfiges Gelände. Während auf dem südlichen Teil der Insel zwischen zwei Armen der Spree im 13. Jahrhundert die Stadt Cölln entstand und ab 1442 nördlich davon auf dem zentralen Teil eine mittelalterliche Burganlage von Kurfürst Friedrich II. errichtet wurde, ist über die Nutzung und das Aussehen des nördlichen Teils der Insel, auf dem der heutige Lustgarten liegt, zu dieser Zeit nichts bekannt. Erstmals erwähnt wird er 1471, man kann aber davon ausgehen, dass das Gelände auch schon vorher als Garten gedient hatte. Unter Kurfürst Johann Georg wurde das Areal 1573 im Zuge des Schlossausbaus zu einem Nutz- und Küchengarten umgestaltet. Nach Zerstörungen im Dreißigjährigen Krieg ließ der Große Kurfürst Friedrich Wilhelm den Garten 1645 nach dem Vorbild der niederländischen Gärten neu und künstlerisch ausgestalten und trägt seit 1646 den Namen Lustgarten. Der Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I. strich im Jahr seiner Krönung 1713 die Ausgaben für den Lustgarten, ließ die seltenen Pflanzen, Statuen und künstlerisch gestalteten Blumenkübel in die Schlossgärten von Charlottenburg und Friedrichsfelde umsetzen und das Bassin beseitigen. Dann gestaltete er den Lustgarten zum sandgedeckten Exerzierplatz um. Zu DDR Zeiten diente der Lustgarten als Aufmarschplatz und hieß ab 1951 Marx-Engels-Platz. Nach der Wiedervereinigung erhielt der Lustgarten seinen historischen Namen zurück und wurde bis 1999 in der jetzigen Form gestaltet.

 

Das Alte Museum (bei seiner Eröffnung Neues Museum, dann bis 1845 Königliches Museum) auf der Berliner Museumsinsel wurde 1825 bis 1830 von Karl Friedrich Schinkel im Stil des Klassizismus errichtet. Es beherbergt heute die Antikensammlung der Staatlichen Museen zu Berlin. Das denkmalgeschützte Bauwerk gehört zu den bedeutendsten des Klassizismus und gilt als ein Höhepunkt im Schaffen Schinkels. Es ist Teil des Gebäudeensembles auf der Museumsinsel, das 1999 von der UNESCO in die Liste des Weltkulturerbes aufgenommen wurde.

 

Der Berliner Dom (eigentlich Oberpfarr- und Domkirche zu Berlin) gehört zu den bedeutendsten protestantischen Kirchenbauten in Deutschland. Die Geschichte eines Doms auf der Spreeinsel reicht bis ins 15. Jahrhundert zurück. Zwischen 1894 und 1905 ersetzte Julius Carl Raschdorff den alten Dom durch einen neuen, wesentlich größeren im Stil der italienischen Hochrenaissance und des Barock. In der Gruft des Doms ruhen zahlreiche Mitglieder des Hauses Hohenzollern. Der Dom hat eine Gesamthöhe von 116 Metern und bietet 1650 Sitzplätze.

 

Die St. Marienkirche ist die älteste noch sakral genutzte städtische Pfarrkirche Berlins, eines von ursprünglich sechs mittelalterlichen Kirchengebäuden in der historischen Mitte Berlins, im ehemals dicht bebauten Marienviertel. 1292 wurde die Kirche erstmals urkundlich als Pfarrkirche erwähnt.

 

Der Berliner Fernsehturm ist mit 368 Metern das höchste Bauwerk Deutschlands und das vierthöchste freistehende Gebäude Europas. Im Jahr der Fertigstellung war er der zweithöchste Fernsehturm der Welt. Der Turm im internationalen Stil wurde von Mitte bis Ende der 1960er Jahre errichtet. Wegen der Vertuschung der wahren Kosten für den Bau des Berliner Fernsehturms gab es weder eine offizielle Grundsteinlegung noch einen „Ersten Spatenstich“. Ohne die erforderliche Baugenehmigung nahm der Turm als Schwarzbau seinen Anfang. (Kroh, Jacobs, Kupfermann: Das Buch vom Fernsehturm. S. 75.) Er wurde 1996 eingeweiht.

 

Der Bau des Neptunbrunnens geht auf einen Vorschlag Karl Friedrich Schinkels zurück, auf dem Schloßplatz zwischen dem Berliner Stadtschloss und dem Marstall einen Monumentalbrunnen zu errichten. Der junge Reinhold Begas griff nach einer Italienreise diese Idee auf und entwarf mehrere Versionen, deren letzte aber erst 1888 zur Ausführung kam. Der Brunnen war ein Geschenk des Berliner Magistrats an Kaiser Wilhelm II. und wurde am 1. November 1891 eingeweiht.

 

Das Rote Rathaus wurde zwischen 1861 und 1869 nach einem Entwurf des preußischen Königlichen Baurats Hermann Friedrich Waesemann erbaut.

 

Das Alexa Einkaufszentrum ist mit ca. 56.200 qm Verkaufs-, Gastronomie- und Freizeitfläche auf 5 Ebenen und 180 Geschäften das größte Einkaufszentrum Berlins und befindet sich an der Stelle des ehemaligen Berliner Polizeipräsidiums. Es wurde 2007 eröffnet und hat weit über 1 Million Besucher pro Jahr.

 

Optional bei "sportlichen Touren"

1672 befahl der Kurfürst in einem Erlass, alle Scheunen für Heu und Stroh vor die Berliner Stadtmauer zu verlagern. Friedrich der Große beauftragte 1750 seinen Stadtkommandanten Hans Christoph Graf von Hacke, einige Freiflächen des halb entwickelten Scheunenviertels bebauen zu lassen. Dabei entstand ein Marktplatz, der nach dem Grafen benannt wurde, der heutige Hackesche Markt.

 

Die Höfe gegenüber vom Hackeschen Markt wurden am 23. September 1906 eröffnet. Die acht Höfe zwischen der Rosenthaler- und der Sophienstraße bieten heute auf 27.000 Quadratmetern Raum für 40 Gewerbeunternehmen, dazu Kultureinrichtungen und Wohnungen.

 

An der Stelle des Monbijouparks stand bis 1959 das Schloss Monbijou, dessen durch den Krieg beschädigte Überreste, wenn auch in weiten Teilen erhalten, aus politischer Überzeugung ähnlich dem Berliner Stadtschloss und um einen womöglich aufwändigen Wiederaufbau zu vermeiden, im Geist der DDR-Zeit abgetragen wurden. Die im Oktober 2006 wieder aufgebaute Monbijoubrücke verbindet den Park mit dem Bode-Museum und der Museumsinsel.

 

Die Oranienburger Straße gehört zu den bekannteren Flaniermeilen im Berliner Ortsteil Mitte und ist nach der brandenburgischen Stadt Oranienburg benannt. Die Straße existiert etwa seit dem 13. Jahrhundert, zunächst unter dem Namen Spandauer Heerweg. Sie war damals die Verbindung vom Spandauer Tor der Berliner Stadtmauer nach Spandau. Noch im 17. Jahrhundert befanden sich hier Ackerflächen, eine kurfürstliche Meierei sowie mehrere Ziegel- und Kalkscheunen.

 

In der Mitte des 19. Jahrhunderts war die jüdische Gemeinde in Berlin stark angewachsen. Um 1860 hatte sie etwa 28 000 Mitglieder. Die damals einzige – später dann „Alte Synagoge“ genannte – Synagoge lag in der Heidereutergasse, in der Nähe des Hackeschen Marktes in Berlin-Mitte und bot nicht mehr ausreichend Platz. Erst zum jüdischen Neujahrsfest am 5. September 1866 – dem 25. Elul 5626 nach dem Jüdischen Kalender – konnte die fertige Synagoge eingeweiht werden. Bei britischen Luftangriffen im Zweiten Weltkrieg erlitt die Synagoge in der Nacht zum 23. November 1943 schwere Schäden. Am 10. November 1988 fand eine symbolische Grundsteinlegung für den Wiederaufbau der Ruine statt. Das wiederhergestellte Gebäude wurde 1995 eröffnet, allerdings nicht insgesamt zur Synagoge eingeweiht, enthält aber einen kleinen Gebets- und Andachtsraum.

 

Zwischen 1875 und 1881 entstand ein aufwändig gestaltetes Bauwerk für das neu geschaffene Postfuhramt. Unmittelbarer Anlass für den Bau des Postfuhramtes war eine Zwangssituation. Einerseits erforderte der zunehmende Fuhrbetrieb eine ständig größere Anzahl von Pferden, andererseits waren die vorhandenen Ställe baufällig und hygienisch derart unzulänglich, dass dort im März 1874 viele der Tiere verendeten. Zunächst wurden daher im Hof der geplanten neuen Anlage zwei zweigeschossige Ställe für insgesamt etwa 250 Pferde gebaut. Die unteren Etagen waren teilweise in den Boden eingelassen, die oberen über Rampen erreichbar. Als der Postbetrieb 1925 grundlegend modernisiert wurde, verschwanden diese Stallgebäude. Im Hof entstanden eine Ladestelle und eine Wagenhalle; beide wurden im Krieg zerstört. Der Postbetrieb wurde 1995 endgültig eingestellt. Zwischen 1997 und 2001 fanden in den Räumen des Postfuhramtes wechselnde Ausstellungen statt.

 

Das Kunsthaus Tacheles war ein Kunst- und Veranstaltungszentrum. Es nutzte zwischen 1990 und 2012 einen vor dem Abriss geretteten Gebäudeteil des ehemaligen Kaufhauses Wertheim.

 

Die Geschichte des Friedrichstadt-Palastes geht auf eine frühere Markthalle zurück, die sich etwa 200 Meter südwestlich des heutigen Standortes befand. Wegen Unwirtschaftlichkeit erfolgte 1873 der erste Umbau des Hauses zu einem festen Zirkusgebäude mit etwa 5000 Plätzen. Der Markthallen Zirkus musste 1897 schließen. Nach erneutem Umbau wurde der Amüsierbetrieb Neues Olympia-Riesen-Theater eingerichtet. 1919 wurde das nun Großes Schauspielhaus genannte Gebäude unter der Regie von Max Reinhardt feierlich eröffnet. Das Gebäude erlitt im März 1945 durch wiederholte Luftangriffe stärkste Beschädigungen, die zwischen Kriegsende und August 1945 notdürftig beseitigt werden konnten. Nun führten die Spadoni und Lupo das Haus als Palast der 3000/Haus der 3000 oder Palast am Bahnhof Friedrichstraße bzw. Palast-Varieté weiter. Hier fand 1947 die Gründung der FDJ statt. Die Besitzer wurden 1949 enteignet und die Stadt Berlin übernahm die Einrichtung, die in Friedrichstadt-Palast umbenannt wurde. 1985 begann der Abriss des fast 120 Jahre alten baufälligen Gebäudes. Am 26. Juni 1981 erfolgte die Grundsteinlegung für den Neubau des Friedrichstadt-Palastes auf einem 7700 m² großen Teil dieser Fläche; er wurde 1984 eröffnet.

 

Tränenpalast ist die umgangssprachliche Bezeichnung im Berliner Volksmund für die ehemalige Ausreisehalle der Grenzübergangsstelle Bahnhof Friedrichstraße in der zwischen 1961 und 1989 geteilten Stadt Berlin. Im Tränenpalast befanden sich die Kontroll- und Abfertigungsschalter der Grenztruppen der DDR. Die Bezeichnung Tränenpalast leitet sich davon ab, dass die meisten DDR-Bürger im genannten Zeitraum keine Reisefreiheit nach West-Berlin hatten und ihre westlichen Besucher hier unter Tränen verabschieden mussten. Nach der Grenzöffnung 1990 wurde ein ursprünglich bestehender Verbindungsgang zum Bahnhof Friedrichstraße entfernt. 1993 wurde das Gebäude unter Denkmalschutz gestellt.